Digitale Souveränität ist eines der wichtigsten, und zugleich unbequemsten Themen unserer Zeit - zumindest aus der deutschen/europäischen Sicht. Warum das so ist und warum es gerade deshalb so wichtig ist, hier Transparenz zu schaffen, bespreche ich in der aktuellen Podcastfolge mit Prof. Dr. Michael Müssig, Professor für Sozioinformatik und Wirtschaftsinformatik an der THWS.
Wir knüpfen damit direkt an Folge 70 mit Prof. Dr. Tobias Fertig von der THWS an, mit dem ich über die technische Perspektive digitaler Souveränität gesprochen habe. In dieser Folge stellen wir die wirtschaftlichen Konsequenzen in den Mittelpunkt.
Wir diskutieren: Wie abhängig sind deutsche Unternehmen wirklich von US-Tech-Konzernen? Was bedeutet Vendor Lock-in? Welche echten Alternativen gibt es?
𝐓𝐡𝐞𝐦𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞:
📊 Cloud-Infrastruktur in Europa: 70% bei AWS, Azure, Google – und 97% nicht-europäische Infrastruktur - was bedeutet das für die wirtschaftliche Resilienz von Unternehmen in Europa?
🏢 KMU-Vulnerabilität: 99,4% der deutschen Unternehmen haben nicht die IT-Ressourcen für KI-Themen und echte digitale Souveränität - was kann man tun?
⚠️ Vendor Lock-in als Geschäftsrisiko
🔓 Open-Source: Echte Alternativen oder Mythos?
🎯 Die Notwendigkeit zur Förderung digitaler Souveränität in Deutschland eröffnet neue Geschäftsfelder für smarte Gründerinnen und Gründer.
📌 Transparenz über Abhängigkeiten: Der erste Schritt zur Handlungsfähigkeit
🎓 Der 1. Würzburger Cross-Cutting Summit: Technologie, Politik und Wirtschaft im Austausch
𝐊𝐞𝐲 𝐓𝐚𝐤𝐞𝐚𝐰𝐚𝐲𝐬:
✅ Nicht souverän zu sein heißt abhängig zu sein – mit messbaren wirtschaftlichen Konsequenzen
✅ Viele Unternehmen sind sich der Konsequenzen digitaler Abhängig nicht vollumfänglich bewusst. Transparenz ist der erste Schritt zur Veränderung.
✅ Für Gründer entstehen gerade echte Chancen in drei Bereichen: KI-Lösungen für Souveränität, IT-Security und Digital Sovereignty Produkte
✅ Open Source bietet Optionen - diese sind aber nicht "umsonst" – es erfordert Entwicklung, Betrieb, Updates und Security. Das braucht Ressourcen und Strategie.
𝐔̈𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐆𝐚𝐬𝐭:
Prof. Dr. Michael Müssig ist Professor für Sozioinformatik und Wirtschaftsinformatik an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). Michael beschäftigt sich intensiv mit den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Implikationen der Digitalisierung – und bringt sowohl akademische Tiefe als auch praktische Erfahrung in die Diskussion ein. Zudem setzt er sich stark für das Thema Entrepreneurship ein.
𝐋𝐢𝐧𝐤𝐬 & 𝐑𝐞𝐬𝐬𝐨𝐮𝐫𝐜𝐞𝐧:
🔗 ABZ-02-70: [Digitale Souveränität – Technische Perspektive (mit Prof. Dr. Tobias Fertig)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/abz-02-70-i-digitale-souver%C3%A4nit%C3%A4t-aus-einer-technischen/id1529407665?i=1000755510599)
🔗 1. Würzburger Cross-Cutting Summit (23. März 2026): [hier klicken](https://fiw.thws.de/kooperationen/summit/)